Was bedeutet Cru Bourgeois?
Die spannende Geschichte der Bürgergewächse in Bordeaux!
Bestimmt sind Sie auf der Suche nach einem passenden Bordeaux Wein oder beim Durchstöbern unseres Weinshops auf die Kennzeichnung Cru Bourgeois gestoßen. Wir erklären Ihnen hiermit in einfachen Worten um was es sich dabei handelt und wieso sie so gefragt sind.
Die Geschichte einer Klassifizierung
Schon im Mittelalter (15. Jahrhundert) haben reiche Einwohner der „Burgen“ von Bordeaux, damals einer Stadt der Kaufleute und Handwerker, begonnen, Anbauflächen zu erwerben. Der Begriff der Bürgergewächse, der Cru Bourgeois, entstand. Amtlich registriert wurden die Cru Bourgeois erstmals 1932, eine Ministergenehmigung als Voraussetzung für eine anerkannte Klassifikation blieb jedoch aus. Erst im Jahr 2000 schließlich folgte der Ministererlass, in dessen Folge bewertete eine Kommission die 490 Châteaux, die sich um die Neuklassierung bewarben. 247 Châteaux wurden in die Stufen Cru Bourgeois, Cru Bourgeois Supérieur und Cru Bourgeois Exceptionnel aufgenommen. Seit 2010 erscheint jährlich im September die Liste der offiziell anerkannten Cru Bourgeois.
Von Beginn an stammen alle Cru Bourgeois aus den bekannten AOC Regionen Médoc, Haut-Médoc, Listrac, Moulis, Margaux, Saint Julien, Pauillac und Saint Estèphe. Es werden Weintechniken, Geschmack, Preis, Reputation aber auch Marketing, Ansätze zum Weintourismus, Kommunikation, Präsenz in Social Media etc. für die Bewertung und die Klassifizierung betrachtet. Für den Verbraucher liegen die Cru Bourgeois in etwa auf dem gleichen Qualitätsniveau wie die Grand Cru in Saint Émilion. Die Bandbreite an Qualitäten und Preisen ist hüben wie drüben groß. Viele Cru Bourgeois spielen längst mit in der oberen Hälfte der Liga der Grand Cru Classé.