Der Weinkorken
Ein unverzichtbarer Begleiter
Nie wird über ihn gesprochen, dabei ist er so wichtig - der Korken. Korken, egal welche Art, dienen der gleichen Funktion: die Weinflasche hermetisch zu verschließen. Dennoch ist es wichtig, dass der Wein ein wenig atmen kann, also Luft bekommt. Nur so kann der Alterungsprozess (genannt Redoxreaktion) beginnen. Doch wie gesagt, der Wein muss ein wenig Luft bekommen. Zu viel Luft schadet dem Wein. Hier das richtige Gleichgewicht zu finden ist die ehrenhafte Aufgabe des Korkens.
Der Naturkorken - traditionell und klassisch
Der wohl bekannteste und beliebteste Korken, den wir nach dem Öffnen unserer Lieblings-Bordeaux Weine in den Händen halten, ist der Naturkorken. Allein in Frankreich werden rund 80% der Weinflaschen mit Naturkorken versehen. Dieser spröde kleine Freund wird aus der Rinde von Korkeichen hergestellt. Naturkorken besitzen die Fähigkeit den Wein so atmen zu lassen, dass eine gute Entwicklung des Weines garantiert ist. Das berühmte "Plopp"-Geräusch beim Ziehen des Korkens ist hierbei das Zeichen einer guten Konservierung. Auch lässt sich am Geruch und an der Beschaffenheit des Korkens die Qualität des Weines beurteilen - dieses Kriterum wird meistens von Weinexperten angewendet. Der Nachteil ist jedoch, dass hier ab und zu ein kleiner Korkgeschmack entstehen kann. Damit genau das nicht passiert gibt es auch Korken komplett aus Kunststoff. Doch leider haben diese den großen Nachteil, dass sie weder für große Lagerweine tauglich sind noch, dass sie einen optimalen Gasaustausch ermöglichen.
Der Schraubverschluss - die moderne Alternative
Neben dem traditionellen Korken stoßen wir immer wieder auf Weine mit einem Schraubverschluss. Das hat natürlich diverse Vorteile. Zu einem schließt der Schraubverschluss die Weinflasche hermetisch, das bedeutet, dass der Wein atmen kann, der Gasaustausch stattfindet und somit keinerlei Qualitätseinbußen entstehen. Ein großer Vorteil ist, dass absolut kein Korkgeschmack entstehen kann und man somit von bösen Überraschungen verschont bleibt. Und natürlich sind die Flaschen einfacher und schneller zu öffnen, denn man braucht schließlich keinen Korkenzieher. Trotzdem hat der Schraubverschluss unter passionierten Weintrinkern und Weinexperten keinen guten Ruf. Er nimmt dem Wein das emotionale Trinkvergnügen. Wie ein Ritual gehört es eben dazu den Korken zu ziehen, bevor man den Wein in vollen Zügen genießt.